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DomanĂn
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DomanĂn (deutsch Domaning, frĂĽher auch Domaningen, Domanin)cite-ref-2[2] ist eine Gemeinde in Tschechien. Sie liegt vier Kilometer nördlich von Bzenec und gehört zum Okres HodonĂn.
Contents
• Geographie
• Geschichte
• Einzelnachweise
• Weblinks
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Geographie
DomanĂn befindet sich im HĂĽgelland Kyjovská pahorkatina. Das Dorf liegt linksseitig ĂĽber dem Tal der Syrovinka in der Quellmulde deren Zuflusses DomanĂnskĂ˝ potok. Nordöstlich erhebt sich der DomanĂnskĂ˝ kopec (312 m), sĂĽdöstlich die Stará hora (289 m), im SĂĽden die HornĂ hory (292 m), sĂĽdwestlich die DolnĂ hora (269 m) und im Westen der Tygle (299 m). Nördlich liegt die mittelalterliche WĂĽstung LovÄŤice.
Nachbarorte sind Ăšjezdec und OĹ™echov im Norden, Vážany und Polešovice im Nordosten, OstroĹľská Nová Ves, Chylice und KvaÄŤice im Osten, MoravskĂ˝ PĂsek und U nádražà im SĂĽdosten, Olšovec und Bzenec im SĂĽden, Vracov im SĂĽdwesten, TÄ›mice im Westen sowie Ĺ˝eravice und SyrovĂn im Nordwesten.
Geschichte
Erstmals schriftlich erwähnt wurde Domankowitz am 27. November 1228 in einer Urkunde Ottokar I. PĹ™emysl ĂĽber das Privilegium des neuen Zisterzienserklosters Velehrad. Weitere Namensformen im 13. Jahrhundert waren Domanin, Domaninghen und Domaningen. Der Name des Dorfes leitet sich vom Personennamen Doman bzw. Domana ab. Der Ort gehörte zu den 50 Dörfern, die in den Besitz des Klosters ĂĽbergegangen waren. Es wird angenommen, dass das Dorf zuvor zum markgräflichen Besitz gehört hatte. Im Zentrum des Ortes errichtete der Orden einen Klosterhof, auf dessen GĂĽtern Viehzucht sowie Wein- und Obstbau betrieben wurde. In den kriegerischen Zeiten nach dem Aussterben der PĹ™emysliden verkam der Hof und wurde an verschiedene Adlige verpachtet. Seit den Hussitenkriegen wurde das Dorf bis ins 16. Jahrhundert mehrfach durch die Könige dem Kloster entzogen und an Adlige verpfändet. Dazu gehörten MatÄ›j von ÄŚastrov, Hynko BilĂk von Kornice, Jan und JindĹ™ich MouĹ™ĂnovskĂ˝ von Mezilesice, Zikmund PrakšickĂ˝ von ZástĹ™izl sowie Pavel von Ĺ˝erotĂn auf Buchlov, der das Dorf zusammen mit seinen BrĂĽdern Jan und Václav auf 15 Jahre fĂĽr die Untersuchung der Zustände auf den KlostergĂĽtern erhielt. Nach Pavels Tod lehnten seine BrĂĽder die Unterhaltung des KlostergĂĽter als Pfandbesitz ab, so dass das Gut DomanĂn an PĹ™emek von VĂckov verpfändet wurde. In DomanĂn bestanden im 16. Jahrhundert zwei Freihöfe, einer gehörte Adam Žáček von Kuklovice und der andere Bernart Jiřà von Liputovice, der ihn später an Balcar Kaltenhof von Malejov verkaufte. Im Jahre 1595 kauften sich die Untertanen von DomanĂn von den Frondiensten auf dem Klosterhof frei. Im Velehrader Urbar von 1597 bis 1615 sind fĂĽr DomanĂn fĂĽnf HĂĽfner, zwei DreiviertelhĂĽfner, 15 HalbhĂĽfner, 17 ViertelhĂĽfner, 20 AchtelhĂĽfner und 16 Podsedeken ausgewiesen. Als im Jahre 1605 die Truppen Stephan Bocskais in Bzenec plĂĽnderten, mordeten und die Stadt niederbrannten, fielen sie mit groĂźer Wahrscheinlichkeit auch in DomanĂn ein. Nachdem die Protestantischen Stände 1619 auf dem Mährischen Landtag die Konfiszierung sämtlichen Kirchenbesitzes beschlossen hatten, wurden 1620 Teile der Velehrader KlostergĂĽter an die Herrschaft Buchlov verkauft. Kleine Teile kauften Jan Bernard von Kunovic auf Ostroh und der frĂĽhere Velehrader Beamte Baltazar Kaltenhof aus DomanĂn. 1628 lieĂź der Velehrader Abt Greifenfeld in Polešovice und DomanĂn zwei neue Höfe anlegen. Der DreiĂźigjährige Krieg fĂĽhrte zur teilweisen Verödung des Dorfes, die Einwohnerzahl sank von etwa 500 auf 200. 1669 lagen 47 Anwesen wĂĽst. 1719 kaufte das Kloster von Rudolf und Karl Maximilian Magnis die Herrschaft OĹ™echov mit den Dörfern OĹ™echov und TÄ›mice ab und vereinigte die mit dem Gut DomanĂn. Bis 1748 unterlag DomanĂn der Blutgerichtsbarkeit des Jagdgerichts auf Buchlov. Im Schwarzen Buch des Jagdgerichts sind drei SprĂĽche von DomanĂn enthalten, dabei ging es um Raubmord, Brandstiftung im Rathaus und Ausbruch aus dem Verlies sowie um Mord.
Nach der Aufhebung des Klosters Velehrad im Zuge der Josephinischen Reformen fiel das Gut DomanĂn 1782 dem Religionsfonds zu. Die Klosterhöfe DomanĂn, OĹ™echov und TÄ›mice wurden zu Junkerschaften mit dem Recht auf Verkauf, Schenkung und Vererbung umgewandelt. Bei zwei GroĂźbränden wurden zum Ende des 18. Jahrhunderts insgesamt 75 Häuser zerstört. 1796 kaufte František Dagobert Záruba von HustĂĹ™an auf Rosice die Junkerschaft DomanĂn, er veräuĂźerte sie an Thaddäus Weinhard und Joachim von Trauttmansdorff. Von diesen erwarb sie die Baroness von Königsbrunn und 1820 Johann Karl Graf von Stomm, der auch schon TÄ›mice besaĂź. Im Jahre 1843 hatte das Dorf 718 Einwohner.
Nach der Aufhebung der Patrimonialherrschaften bildete DomanĂn ab 1850 eine Gemeinde in der Bezirkshauptmannschaft Hradisch. 1890 richtete eine Windhose in DomanĂn schwere Schäden an. Im oberen Teil des Dorfes kam es in den Jahren 1900 und 1901 zu einem Erdrutsch, dabei wurden 42 Häuser zerstört. Die betroffenen Bewohner errichteten im Unterdorf am Bach neue Häuser. 1949 wurde DomanĂn dem Okres VeselĂ nad Moravou zugeordnet und nach dessen Auflösung im Jahre 1960 gehört die Gemeinde zum Okres HodonĂn. DomanĂn ist von Weinbergen umgeben.
Gemeindegliederung
FĂĽr die Gemeinde DomanĂn sind keine Ortsteile ausgewiesen.
SehenswĂĽrdigkeiten
• Panský dvůr, der frühbarocke Herrenhof im Zentrum des Ortes erhielt sein heutiges Aussehen beim Umbau von 1672 bis 1678, er ist als Kulturdenkmal geschützt
• Kirche des hl. Wenzel, erbaut 1786–88 aus Mittel des Religionsfonds, 1932 wurde der vordere Teil der Kirche abgetragen und das Bauwerk auf 31 m verlängert sowie um zwei Seitenkapellen erweitert. Im Innern befinden sich zwei spätbarocke Gemälde von Ignaz Raab, weitere vier werden ihm ebenfalls zugeschrieben. Die Bilder wurden von der Gemeinde nach der Auflösung des Klosters Velehrad ersteigert.
• Statue des hl. Johannes von Nepomuk, vor der Kirche, geschaffen 1803
• Statue des hl. Wenzel, neben der Kirche, aus dem Jahre 1901
• Statue des hl. Florian, an der Kreuzung nach MoravskĂ˝ PĂsek, aus dem Jahre 1904
• 200-jährige Winterlinde, Baumdenkmal
• sieben Kreuze
Persönlichkeiten
• Libuše DomanĂnská (1924–2021), eigentlich Libuše Klobásková, verheiratete VyÄŤichlová; die Sopranistin nahm den KĂĽnstlernamen DomanĂnská an, da ihre Eltern beide aus dem Ort stammen.
Einzelnachweise
cite-note-11. Český statistický úřad – Die Einwohnerzahlen der tschechischen Gemeinden vom 1. Januar 2023 (PDF; 602 kB)
cite-note-22. ↑ L. Hosák, R. Ĺ rámek, MĂstnĂ jmĂ©na na MoravÄ› a ve Slezsku I, Academia, Praha 1970, II, Academia, Praha 1980.
Weblinks